Das große Wiesn-Lexikon PDF Drucken E-Mail
Geschrieben von: Ralle   
Donnerstag, den 15. September 2005 um 15:41 Uhr

Das große Wiesn-Lexikon

arschlings (adj)
rückwärts, genauer: "in der Richtung deines Hinterns"; Beispiel: "Do hots mi arschlings hi'ghaud!"

 

aufmandeln (Vb.)
sich wichtig machen, besonders wenn man im Zelt keinen Platz bekommt

 

aufmischen (Vb.)
verhauen, verprügeln; Beispiel: "I glaab, der kehat amoi aufgmischt!"

 

aufstöin (Vb.)
"Stöi oane auf!" ist die unmissverständliche Aufforderung, eine Maß Bier zu stiften

Baaz (n.)
Matsch, Schlamm; Beispiel: "Pass auf, dass'd ned in'an Baaz tappst."

 

Bappn (n.)
Mund oder Gesicht; auch eines, das vor Schmerz oder schlechter Laune ganz verzogen wirkt. Beispiel: „Hoit dei Bappn.“ („Halt deinen Mund.“).

 

Batzerl (n.)
geringe Menge von etwas; Beispiel: "Von dem Batzerl Fleisch soi I satt wern?"

 

Bazi (n.)
Gauner, Spitzbube, Betrüger

Biafuizl (n.)
Bierdeckel, wird oft auch als Trägermedium für eine Strichliste gebraucht, die angibt, wie viele Maß Bier der Gast bestellt hat.

 

biddscheen (n.)
bitteschön

 

Bierdimpfe (n.)
notorischer Biertrinker, Wirtshaushocker

 

bieseln (Vb.)
Bezeichnung für "Wasser lassen"; leider gibt es viel zu viele, die sich die paar Cent für die Benutzung der Toilette sparen und "wild bieseln"

Biffe (n.)
Büffel

 

Bifflamott (n.)
Boeuf a la Mode, Rindfleisch in einer süß-sauren Soße gekocht.

 

Blaukraut (n.)
Rotkohl; Beispiel: "Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid."

 

Blembe (n.)
sollte es auf keinen Fall geben: schlechtes Bier

Bluads- (adj)
verstärkendes Präfix, Beispiel: "a Bluadshitz" - eine sehr große Hitze

 

Boandlkramer (n.)
Gevatter Tod, wörtlich "Knochenkrämer", vor allem bekannt aus dem beliebten Volksstück "Da Brandner Kaschper und as ewig Leb'n"

 

Boazn (n.)
Kneipe, wird oft leicht despektierlich verwendet; Beispiel: "Des is oba a dreckade Boazn!"

 

Bock (n.)
Starkbier, in anderer Bedeutung auch Lust; Beispiel: "I hob koan Bock."

Bopperl (n.)
Kosename für ein besonders liebes Wesen

 

Breigaul (n.)
Brauross - ein Pferd, dass die bierbeladenen Kutschen der Brauereien zieht. Heute während des Oktoberfestes beispielsweise noch im Augustiner in der Landsberger Straße zu bewundern.

 

Breimoaster (n.)
sorgt für den süffigen Gerstensaft: der Braumeister

 

Brezn (n.)
Bayerische Brezel. Kunstvoll geschlungener Teigstrang, zum Laugengebäck verarbeitet. Auf der Wiesn ist vor allem die überdimensionale Riesnbrezn beliebt

Brotzeit (n.)
Vesper; meist wird darunter eine kalte Mahlzeit verstanden, die tagsüber eingenommen wird. Wesentlicher Bestandteil einer Brotzeit sind oft Brezn, Obazda, Kaminwurz und Radi sein.

 

Bua (n.)
Junge, oft liebevoll verwendet; Beispiel: "Ach, Bua, wos soi amoi aus dia wern?"

 

Busserl (n.)
Bezeichnung für einen flüchtigen Kuss, oftmals auch auf andere Gesichts- und Körperpartien als den Mund ausgeführt; Beispiel: „Busserl aufs Backerl“. Intensivere Varianten des Kusses, wie der Zungenkuss, werden nicht unter diesem Begriff geführt

Cafe Viereck (n.)
Gefängnis, Knast, Zelle. In München gibt es da das berühmte Gefängnis Stadelheim, gerne auch St. Adelheim genannt

Charivari (n.)
Schmuckgehänge an der Lederhose

Dackl (n.)
Dackel; beliebter bayerischer Haushund, außerdem das Maskottchen des Oktoberfestes. Siehe auch Wastl

 

daessn (Vb.)
Aufessen (können); Beispiel: "Konst as no daessn?"

 

dahoam (adj)
zuhause, daheim; Beispiel: "I bleib heid omd dahoam."

daloawed (adj)
erschöpft, geschafft; Beispiel: "Noch da Wiesn bin i owai so daloawed"

 

damisch (adj)
Herablassendes Bez. für "dumm", "blöd", "verrückt"; Beispiel: "Der damische Hund, der damische."

 

Dampf (n.)
nach etlichen Maß Bier stellt er sich ein: der Rausch

 

Dampfnudl (n.)
Hefekloß, eine süße bayerische Spezialität. Wird oftmals genossen in Verbindung mit Vanillesoße oder geschmolzener Butter. Auch in übertragener Bedeutung verwendet, Beispiel: "D' Resi is aufganga wia a Dampfnudl."

dandschig (adj)
hübsch, attraktiv; Beispiel: "Des is aba a dandschigs Deandl."

 

dappig (adj)
siehe damisch

 

Datschi (n.)
Allgemeine Sammelbezeichnung für Speisen, die flach sind und auf Teig oder geriebener Masse basieren. Siehe auch: Reiwerdatschi, Zwetschgndatschi.

 

Deandl, Dirndl (n.)
Mädchen. Letzterer Begriff kann auch eine Bezeichnung für ein Trachtenkleid sein; Beispiel: "Host des fesche Deandl im Dirndl g'seng?"

deia (adj)
teuer; Beispiel: "As Wiesn-Bier is heier oba wieda deia."

 

Dellafleisch (n.)
"Tellerfleisch", gekochtes Rindfleisch, in etwa Tafelspitz

 

Diridari (n.)
sollte man für einen Wiesnbummel ausreichend einstecken haben: Geld

 

Ditschi (n.)
Hut, vor allem die bayerische Variante mit Delle in der Mitte

Drahwuam (n.)
Schwindelgefühl, welches sich nach einer länger anhaltenden Kreisbewegung einstellt. Wird auf dem Oktoberfest vornehmlich durch Fahrten mit diversen Karussells hervorgerufen. Beispiel: "Na! Ned mit da Krinoline - da griag i an Drahwuam."

 

drallert (adj)
nach der zehnten Runde im Karussell ist einem schwindelig

 

Dreiquartlprivatier (n.)
Bezeichnung für Rentner, der sich aus Armutsgründen jeweils nur einen 3/4 l Bier leisten konnte. Nachzulesen in Lion Feuchtwangers "Erfolg".

 

duachanand (adj)
Durcheinander, Unordnung, auch übertragen, Beispiel: "Fü'ra Fünfal a Duachanand, bittschen."

duschn (Vb.)
schütten, stark regnen. Oft mit emotionaler Konnotation verwendet; Beispiel: "Eha! Jetz' duschts oba!"

 

Dusl (n.)
Glück. Beispiel: "Der hod so a Dusl der Depp, des glaabst ned."

Eha! (in.)
Ausruf des Erstaunens, vielseitig einsetzbar.

 

Ehrdog (n.)
"Ehrentag", Hochzeitstag; Beispiel: "A geh. Jetz' hob i unsan Ehrdog vergessn."

Eibrenn (n.)
Mehlschwitze, eine klassisch bayerische Soße

 

Eigschnappter (n.)
Beleidigter Mensch; siehe auch Lebawurst

 

eihebn (n.)
steht man nicht mehr ganz sicher auf den Beinen, muss man sich auf dem Heimweg festhalten

 

eikastln (Vb.)
einsperren, verhaften; Beispiel: "Wennst de ned schleichst, werst einkastlt

Eisschiaßn (n.)
Eisstockschießen; bayerischer Volkssport bei dem eine Holzscheibe über das Eis geschleudert wird

 

Emsn (n.)
Ameisen; Beispiel: "De bleedn Emsn, de Mistviecher!"

 

Erdäpfe (n.)
Kartoffeln, wörtlich "Erdäpfel"; werden im berühmten bayerischen Kartoffelsalat verarbeitet; Beispiel: "Do ess ma an Erdäpfesalood."

Fackl (n.)
junges Hausschwein, oftmals auch Bezeichnung für eine sich unsittsam verhaltende Person; Beispiel: "Schau moi o, wia du ißt, du Fackl.“

Feiadog (n.)
Feiertag

 

Fetzngaudi (n.)
Gesteigerte Form von "Gaudi", Heidenspaß. Beispiel: "Auf da Wiesn herrscht a Fetzngaudi."

 

Fetznrausch (n.)
kurz für: "I bin so blau dass i nimma grad geh und steh ko." - total betrunken

 

Fingahackln (n.)
Sport aus Bayern. Männer haken sich mit den Mittelfingern ein und versuchen, den Gegner über den Tisch zu sich zu ziehen. Auch auf dem Oktoberfest sehr beliebt. Beispiel: "A geh, du Grischbal, di moch i fertig beim Fingahackln

Fleischpflanzl (n.)
Frikadellen, oft auch in der Semmel

 

Flidscherl (n.)
Soviel wie "Flittchen" im Hochdeutschen. Beachtlich dabei aber der lautmalende, leicht glitschig-obszön tönende Klang.

 

Floßfahrn (n.)
Im Sommer fährt man mit dem Holzfloß vom Ort Wolfratshausen auf der Isar nach München. Dabei wird gerne auch Bier getrunken. Beispiel: "Da Fredi is beim Floßfahrn in'd Isar gfoin."

 

Freind (n.)
Freund, Kumpel; siehe "Spezi"

froaseln (Vb.)
Unsinn faseln; Beispiel: "Der froaselt scho wieda."

 

frotzln (Vb.)
ärgern; Beispiel: "De hom ean so lang g'frotzlt, bis eam z'bled gwoan is."

 

fuaßln (n.)
oberhalb der Tischplatte wird fingerghakelt, aber wer mit wem unterm Tisch heimlich Fußkontakt aufnimmt, ist manchmal viel interessanter.

 

Fuchzga (n.)
Fünfzigeuroschein, auch im übertragenen Sinne; Beispiel: "Du foischa Fuchzga."

Föhn (n.)
trockener warmer Fallwind; berüchtigt als Kopfschmerzauslöser. Beispiel: "Mei, der damische Föhn."

Gamsbart (n.)
typisch bayerischer Hutschmuck, sollte jeder ordentliche Wiesn-Besucher besitzen, z.B: "Schau, is des a schena Gamsbart!"

 

gamsig (adj)
Die Gemse gilt in Bayern als Inbegriff von Paarungsinteresse. Bei der Jugend eine Bezeichnung für sexuellen Notstand

 

Gaudi (n.)
Ausgelassenheit, Spaß. (s. a. Fetzngaudi); Beispiel: "Mei, hom mira Gaudi."

Gaudinockerln (n.)
üppige Brüste; Beispiel: "Schau da de Gaudinockerln o."

 

Gerstl, Gerschtl (n.)
Geld; Beispiel: "A geh! Jetzt hom's ma mei Gerschtl gfladert."

 

Gfrieß (n.)
Gesicht, Fresse - eher unfreundlich. Mitunter auch Bezeichnung für einen schmollenden Gesichtsausdruck; Beispiel: "Dua wos i da sog und mach koa so a Gfrieß."

 

Glustn (n.)
Lust haben auf; Beispiel: „I hob glusts auf one Maß.“

gmiatlich (adj)
Gemütlich; siehe auch: griabig

 

Gneedl (n.)
Knödel, Klöße, hauptsächlich aus Kartoffeln (Kartoffegneedl) oder altem Brot (Semmegneedl). Beispiel: "Anderl! Bringst ma no an Gneedl?"

 

Goaßmaß (n.)
Mischgetränk aus Cola, Bier und Kirschlikör; hat eigentlich auf der Wiesn nichts verloren, was echte Bayern auch lautstark zum Ausdruck bringen: "Wos is'n des füra Schmarrn? Des arme Bier!"

 

Graddla (n.)
Penner, heruntergekommener Mensch; Beispiel: "Lauf ned so rum wia a Graddla."

Greazeigs (n.)
Grünzeug, Gemüse, in der bayrischen Küche oft despektierlich verwendet: "A geh, schleich de mit dem Greazeigs."

 

greisli (adj)
grässlich

 

Grischbal (n.)
Schmächtiger junger Mann, Bohnenstange. Beispiel: "Mei, is des a Grischbal."

 

Grisinagott (n.)
Grüßgott

Großkopfada (n.)
herablassende Bezeichnung für einen Bonzen, Aufschneider, Wichtigtuer; Beispiel: "Da drübn san de Großkopfadn, de kemman si wieda wichtig vor."

 

Gschbuusi (n.)
Freundin, Lebensabschnittspartnerin; Beispiel: "Am Max sei Gschbuusi is a ganz a Fesche!"

 

gschead (n.)
ungehobelt, taktlos

 

Gschwoabats, Gsöff (n.)
undefinierbare, oft alkoholische Brühe, die Kopfschmerzen verursacht - muss unbedingt gemieden werden. Am besten schnell eine Oktoberfestmaß bestellen, die schmeckt und ist nach dem bayerischen Reinheitsgebot gebraut

Guadnamd (n.)
Guten Abend

 

Guglhupf (n.)
Kuchen, der in der klassisch runden Guglhupf-Form gebacken wird

Haferl (n.)
große Tasse, meist für Tee oder Kaffee benutzt; Beispiel: "A Haferl Kaffee, bittschön."

 

Harrgoddsa (adj)
Herrgott nochmal

Hasal (n.)
Soviel wie Häschen, siehe auch Gschbuusi. Umgangsprachlich sagt man heute wohl auch Bunny

 

Haud scho (n.)
Jawoll, Ausdruck von Erfolg

 

Hawedere! (n.)
"Ich habe die Ehre!" - Guten Tag

 

Heaft (n.)
Senf, zu Weißwürsten immer nur süßer

Heigaign (n.)
dünne Frau; Beispiel: "Mia san die kerndlgfuadadn liawa ois wia die Heigaign."

 

Heisl (n.)
Klo; Beispiel: "I geh amoi auf's Heisl."

 

Helles (n.)
Bezeichnung für die meistgetrunkene Art bayerischen Bieres. "A Helles, bittschön!" ist der Ruf nach einem süffigen Bier

 

Hendl (n.)
gegrilltes Huhn; in Niederbayern auch "Giggerl", auf dem Oktoberfest in Form des "Wiesn-Hendls"

hi (adj)
kaputt

 

hoam (adj)
heim

 

Hoggableiba (n.)
Sitzenbleiber, Gast der nicht heimgehen will.
Sprichwort: "Do hogga di do, di do oiwa do hogga." (Dort sitzen diejenigen, die dort immer sitzen.)

 

Hoiwe (n.)
Die "Halbe", 1/2 Liter Bier; Beispiel: "Drink ma no a Hoiwe?"

Hundling (n.)
gewiefter Kerl, oft anerkennend: "Da Fritz, des is a Hundling!"

 

Hutzlbria (n.)
dünner, fader Kaffee; Beispiel: "Wos vakauft's na ihr für'a Hutzlbria?"

Irda (n.)
Dienstag

 

Irxnschmoiz (n.)
Kraft, vor allem in den Schultern; wichtige körperliche Voraussetzung zum Maibaum aufstellen

Jagatee (n.)
heißer Rum mit Tee, besonders bei Skifahrern beliebt

 

Janker (n.)
Trachtenjacke, Oberbekleidung zur Lederhose

 

jodeln (Vb.)
kunstvolles, falsettartiges Singen in Tonsilben, wird auf dem Oktoberfest von vielen wenig begabten Jodlern versucht. Beispiel: "Holleiduljö - duljö - duljö - holleridriodrio", berühmt durch den Königsjodler und Loriots "Jodeldiplom". Angeblich lernt man auch als Preiß das Jodeln, wenn man die folgenden Worte endlos singend wiederholt: „Hol a Rührei, hol a Radio.“

Kaasloawe (n.)
Käselaib, kann auf dem Oktoberfest vor allem in der Wirtsbudenstraße begutachtet werden. Der Käse wird mit Salz und Pfeffer serviert

Kerndlabosti (n.)
"Körner-Apostel", Kostler; auf dem Oktoberfest abwertend verwendet: "Du Kerndlabosti! Iß hoid an Schweinsbrodn."

 

Kipfal (n.)
Hörnchen aus Mürbeteig, zur Weihnachtszeit auch mit Vanille (Vanill'kipfal)

 

Kirda (n.)
Kirchweih, vor allem in Oberbayern ein wichtiger Feiertag im Dorf

 

Knofe (n.)
Knoblauch, in Bayern oft verwendet, aber eher unbeliebt im überfüllten Bierzelt; Beispiel: "De Maz! De stinkt nach Knofe."

Kracherl (n.)
Kohlensäurehaltige Limonade; ähnlich auch: "Springerl"

 

Kuaze (n.)
kurze Lederhose, im Gegensatz zur langen Lederhose, die über die Knie geht. Ein echter Bayer sollte beide Sorten Hose besitzen; Beispiel: "Heid is Weda schee, heid ziag i d'Kuaze o."

 

Kürwe (n.)
Körbchen

lack (adj)
Abgestanden, fade, entbehrend der Kohlensäure; Beispiel: "Des Limo is ja ganz lack.". Auch für Bier zu verwenden

Lebawurscht, beleidigte (n.)
Bezeichnung für einen eingeschnappten Menschen; Beispiel: "Spuist wieda moi beleidigte Lebawurscht?"; ansonsten einfach die mit Leber gefüllte Wurst

 

Lewakaas (n.)
Leberkäse, bayerische Metzgerei-Spezialität, enthält weder Leber noch Käse sondern bis heute ungeklärte Zutaten. Oft auch auf der Semmel ("Lewakaassemme")

 

Lüftlmalerei (n.)
Fresko, Malerei an Häusern, vor allem in ländlichen Gegenden relativ weit verbreitet. In München eher selten anzutreffen

Marillen (n.)
Aprikosen

Maß (n.)
ein Liter Bier, wichtigste bayerische Maßeinheit; Beispiel: "Resi! No fünf Maß!"

 

Maßkruagstemma (n.)
ein Wettbewerb, bei der eine Maß mit ausgestrecktem Arm gehalten werden muss; wer länger durchhält, gewinnt. Beispiel: "Beim Maßkruagstemma schlog i des Grischbal doch leicht."

 

Migga (n.)
Mittwoch

 

Millibitschi, Millibitschn (n.)
Milchkanne, in der die Milch vom Bauern zur Weiterverarbeitung transportiert wird

Mingga (n.)
München

 

miserawi (adj)
miserabel

 

Mognschoaß (n.)
Rülpser, Aufstoßen. In Bierzelten unbeliebt, tritt mit zunehmendem Konsum des Gerstensaftes aber immer häufiger auf

 

Moosbummerl (n.)
Hinterwäldler

Mordsmassl (n.)
Riesenglück

 

Muichkaramöin (n.)
Sahnebonbon, Karamell, auf der Wiesn an diversen Ständen käuflich zu erwerben; Beispiel: "Bringst ma a paar Muichkaramäin mit?"

 

Mägntratzerl (n.)
eine kleine, aber feine Speise, die Lust auf mehr macht

Namidog (n.)
Nachmittag, im allgemeinen die Zeit nach 13.00 Uhr. Beispiel: "Treff ma und heid Namidog."

neamd (ind.pron.)
niemand

 

neibacha (adj)
frisch gebacken, auf dem Oktoberfest besonders die Wiesnbrezn: "Sind diese Brezeln denn auch frisch? - Jo freili. Die son die neibocha, wos glaubst na du, du Preiß?"

 

nimma (adj)
Nicht mehr

 

Noagerl (n.)
Getränkerest im Glas

Noagerlzuzla (n.)
Person die stehen gelassene Gläser austrinkt, auch als Schimpfwort; Beispiel: "Schleich di, du Noagerlzuzla."

 

Nosnramme (n.)
Nasenpopel, die dazugehörige Tätigkeit ("nosnboan") wird auch in Bayern nicht gerne gesehen

 

Nosn´ (n.)
Nase

 

Nudl (n.)
Hefegebäck, siehe auch: Dampfnudeln

oabischwoam (n.)
einen Streit "wegtrinken"; Beispiel: "Geh, schwoam mas oabi.", ist auch auf der Wiesn besser als die Fäuste sprechen zu lassen

 

Oachkatzlschwoaf (n.)
Beliebtes Beispiel aus dem bairischen Sprache, das Nicht-Bajuvaren vor Augen führen soll, dass sie der korrekten Aussprache nicht mächtig sind. Bedeutung: Schweif eines Eichhörnchens.

 

obandeln (Vb.)
flirten, meist mit eindeutigem Ziel; Beispiel: "I hob mit da Zenzi obandelt."

 

Obazda (n.)
Bayerische Käsespezialität mit Camembert, Zwiebel, Paprika, Kümmel, Butter und manchmal auch Bier; auf dem Oktoberfest in diversen Bierzelten zu erwerben

ogschdocha (adj)
beschwipst, wörtlich "angestochen". Beispiel: "Wos lofst´n rum wi a Ogschdochana?" – „Was läufst du denn rum wie von einer Tarantel gestochen?"

 

oide Schäsn (n.)
Herablassende Bezeichnung für eine (alte) Frau. Neuerdings auch für Automobile verwendet; Beispiel: "Schau riaba - sig'st di oide Schäsn?"

 

Omd (n.)
der Abend

 

ozapfa (Vb.)
Ein Bierfass anstechen. Das Oktoberfest beginnt jedes Jahr mit dem feierlichen Anstich eines Bierfasses im Schottenhamel-Zelt. Der Münchner Oberbürgermeister muss den Zapfhahn mit möglichst wenig Schlägen ins Fass treiben und ruft dann "O'zapft is!" ("Es ist angezapft!"). Durch zwölf Böllerschüsse wird allen Wirten signalisiert, dass sie nun mit dem Ausschank beginnen dürfen

Pfannakuacha (n.)
Omelette, süß zubereitet mit Marmelade gefüllt und manchmal mit Zucker bestreut

 

Pratzn (n.)
Abfällige Bezeichnung für eine (große) Hand; Beispiel: "Jetz dua moi dei Pratzn do weg."

 

Prisn (n.)
"mogst a prisn" bedeutet soviel wie „magst a bisserl Schnupftabak“. Zugeführt wird dieser über den Handrücken in der Handkerbe zwischen Daumen und Zeigefinger. Dort „a bisserl aufi“ streuen und durch das Nasenloch hochziehen

 

Prüglhitz (n.)
Unerträgliche Hitze, vor allem in überfüllten Bierzelten sehr häufig; Beispiel: "Des is hoid aba a Prüglhitz."

Quartl (n.)
Viertelliter Bier. Wird auf dem Oktoberfest als lächerlich missachtet

Radi (n.)
Rettich, wird in Bayern in dünne (ca. 1 Millimeter starke) Scheiben geschnitten und stark gesalzen (der Radi "weint"). Gehört zu jeder anständigen bayerischen Brotzeit.

 

Radler (n.)
Helles mit Zitronenlimonade, seit seiner Erfindung auf der Kugleralm in der Nähe von München vor Anfang des letzten Jahrhunderts erfreut es sich zunehmender Beliebtheit.

 

Rankn (n.)
Ein Laib Brot

Ratschkathl (n.)
schwatzhafte, klatschsüchtige Frau. Steigerung: Quadratratschn

 

Rauschada (n.)
Betrunkener, ein relativ häufiger Anblick auf der Wiesn; Beispiel: "Hinterm Bierzelt holts wiada fui Rauschade."

 

Reiwadatschi (n.)
Kartoffelpuffer, siehe Datschi

 

resch (adj)
knusprig, vor allem bei "neibochan Wiesnbrezn“ anzuwenden.

Ripperl (n.)
Kassler

 

rumstrawanzn (Vb.)
herumstromern, sich herumtreiben; Beispiel: "Wo bist'n heid Nocht wida rumstrawanz'd?"

 

Russ (n.)
Mischgetränk aus Weißbier und Zitronenlimonade, ähnlich Radler

schbaad (adj)
spät

schbei'm (Vb.)
"speihen", sich übergeben, mitunter auch spucken; Beispiel: "Gestern war ma so schlecht, daß i glei gschbie'm hab."

 

Schdamperl (n.)
Glas Schnaps, auch das Gefäß selbst; Beispiel: "Resi, bringst ma noa Schdamperl?"

 

schiach (adj)
hässlich; Beispiel: "Mei, is dem sei Gschbuusi schiach."

 

Schlachtschüssl (n.)
deftige Mahlzeit, vor allem aus Würschten und sonstigem Fleisch besehend.

Schmaizler (n.)
Schnupftabak, auch die Prise desselben; Beispiel: "Geh Spezi, host an Schmaizler?"

 

Schmarrn (n.)
Unsinn, Blödsinn; übertragen auch Mehlspeise („Kaiserschmarrn“).

 

Schmatzerl (n.)
ähnlich wie Busserl, etwas feuchter

 

Schnaggler (n.)
Schluckauf; Beispiel: "I hob an Schnaggler."

Schoaß (n.)
Methanhaltiger, übelriechender Dufthauch, oft durch Verdauungsvorgänge verursacht. Im Bierzelt eher unbeliebt.

 

Schoaß, kloaner (n.)
Bezeichnung für ein kleines Kind beziehungsweise ein Baby; Beispiel: "Mei, a so a kloaner Schoaß."

 

Schuaplattler (n.)
Bayerischer Männergruppentanz, bei dem mit Händen auf Ober- und Unterschenkel geklatscht wird.

 

Sejbbvaschdendli (n.)
Selbstverständlich

Semmegneedl (n.)
Kloß aus Knödelbrot mit Salz, Ei und Petersilie; siehe auch: Gneedl

 

Spezi, Spezl (n.)
der Freund; ersteres auch: Cola-Mix, koffeinhaltige Limonade mit Orangenauszügen, Mischung aus Cola und Orangenlimo. Wird auf dem Oktoberfest nur in Maßkrügen ausgeschenkt.

 

Spofackl (n.)
Spanferkel, am Spieß gebratenes junges Schwein.

 

Steckerlfisch (n.)
Fisch am Stiel. Spezialität im Bierzelt Fischer Vroni.

Stiangglanderrass (n.)
Mischling bei Tieren ("Treppengeländerrasse")

 

Strudl (n.)
Bayrische Mehlspeise; Beispiel: "Opfestrudl" (mit Äpfeln)

 

Sunntag (n.)
Sonntag

 

Suri (n.)
Schwips

Taubnschlog (n.)
Wörtlich "Taubenkogel", aber auch Hosenschlitz. Unter Bayern immer wieder gehörte Warnung: „Mach dein Taubnschlag zu, sonst hängt der Tauberer ausse.“

 

Teifi (n.)
Teufel, der Leibhaftige, taucht vor allem nach mehreren Maß Bier auf; Beispiel: "Des Wiesnbier, des hot da Teifi gseng."

 

trazn (Vb.)
ärgern, verhohnepipeln

 

tripstruil (adj)
Überall und nirgends

Träwan (n.)
Malzrückstand beim Bierbrauen (Treber)

Uaviech (n.)
Urtier, echter Mann; Beispiel: "Da Sepp, des is a rechts Uaviech."

 

umma (adj)
herüber, zum Sprecher hin; Beispiel: "Rosi, kimm umma."

 

ummalassn (Vb.)
passieren lassen, vorbei lassen, umfallen

vareckt (Vb.)
1) krepiert; Beispiel: "Jetz is ma mei Wastl letzte Woch vareckt."
2) Hinterlistig; Beispiel: "A so a vareckta Hund."

 

varuafa (adj)
einen schlechten Ruf haben, verrufen

Waagscheitl (n.)
Die Deichsel (Waagscheit) schwankt beim Pferdegespann hin und her, daher der Ausdruck für einen schwankenden Betrunkenen: „So a bschuffas Waagscheitl."

 

Wammerl (n.)
Bauchfleisch, oft geräuchert; wird mit Sauerkraut serviert.

Wampn (n.)
Herablassende Bezeichnung für einen überdimensionalen, meist herabhängenden Bauch. Kann durch übermäßigen Konsum fetthaltiger Nahrung oder auch Bier verursacht werden. Beispiel: "I gang so gern auf'd Kampenwand, wenn i mit meina Wampn kannt." (die Kampenwand ist ein Berg in der Nähe Münchens).

 

Wapperl (n.)
Briefmarke, auch sonstiger Aufkleber

 

Wassaschnoizn (n.)
Brotsuppe

 

Wastl (n.)
Standardname für den bayerischen Dackel; oft auch "Struppi"

Weckerl (n.)
Brötchen, Semmel

 

Wehdam (n.)
Schmerz

 

Weißbia (n.)
Weizenbier, gibt es auf der Wiesen nur in den kleineren Bierzelten.

 

Weißwurscht (n.)
Weißwurst, wird mit süßem Senf gegessen. In der bayerischen Bevölkerung besteht ein Jahrzehnte alter Kampf darüber, wie sie richtig zu essen ist (Zutzeln oder Schneiden? Auf jeden Fall aber ohne Haut essen.).

Woikn (n.)
Wolken, nur die weißen Wolken am blauen Himmel machen die bayerische Idylle perfekt. Sie werden auch durch die Weißen Rauten auf der Bayernfahne symbolisiert.

 

Wolpertinger (n.)
Bayerisches Fabeltier, das aller nur erdenklichen einheimischen Tiere in sich vereint. Lebt in den Bergen oder auch in der Isar, seine Hauptexistenzgrundlage ist das "Preißn-Drazn".

Zamperl (n.)
kleiner Hund, oft auch als Name, meist Dackl; siehe auch: Wastl

 

Ziegarn (n.)
Zigarre; auf der Wiesn wird als klassische bayerische Zigarre die "Virginia" verkauft.

Zsammgsuffana (n.)
Person mit einem schlechten Ruf, verrufene Person

 

zupf de (Vb.)
Verschwinde! Verpfeif dich! Siehe auch: "Schleich de!"

 

Zwetschgndatschi (n.)
Flacher Hefeteig-Blechkuchen, dick mit Zwetschgen belegt, siehe Datschi

 

zwieda (adj)
schlecht gelaunt

 

 
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